Theater 1985 - Ehrlich währt am längsten
Theaterstück: Ehrlich währt am längsten
von Franz Rieder
Die Äpfel sind eigentlich schon länger reif, aber volle vier Wochen schiebt schon Tobias das Pflücken von Samstag zu Samstag hinaus. Da fällt mit dem nächsten Samstag der 20. Hochzeitstag zusammen und Susanne lässt nicht locker - die Äpfel müssen runter!
Nun kommt zu Tobias sein Freund Jakob und Anton, der Postbote, macht das Kleeblatt voll. Dazu hat noch Anton Namenstag, und dass da die Äpfel am Baume ihre Ruhe haben, ist klar. Sie schleichen sich heimlich ins Wirtshaus und feiern den "Anton".
Natürlich ist Susanne damit nicht einverstanden und ist sauer, ob der Unzuverlässigkeit ihres Mannes. Da kommt Herr Spekulanski, ein Obst- und Gemüsehändler, des Weges und hat Interesse die Äpfel am Baume zu kaufen. Susanne ist einverstanden und Herr Spekulanski pflückt sich die Äpfel gleich selber.
Nach getaner Arbeit geht er ins Wirtshaus und findet bei einer fröhlichen Namenstagsrunde, auch als Unbekannter, beste Aufnahme. Wie Tobias von "Obsthändler" hört, fallen ihm sofort seine Äpfel ein und seine Frau verfolgt ihn in Gedanken.
Am nächsten Tag in aller Früh will seine Susanne in die Stadt zu einer Haushaltsausstellung - die Äpfel, die Frau, sie kreisen in seinem Kopf. Doch der Anton weiß einen Weg aus der Verzweiflung.
Aber dass Tobias seine eigenen Äpfel, um das doppelte Geld kauft, merkt er erst zu Hause, als er reumütig und zutiefst erschüttert vor Susanne seine Dummheit einsehen muss. Und nicht anders geht es seinem Freund Jakob.