Der Gründungsvermerk des Vereins wurde im Tagebuch des Jahres 1879 entdeckt:

„Schullehrer Herschlein (1879/80): Beitrag zur Herstellung und Leitung eines Kirchengesangchors nach Beschluss vom 24. August 1879: 30 Mark.“

Diese Eintragung lässt darauf schließen, dass es sich ursprünglich um einen Kirchenchor gehandelt hat.

Generell kann festgestellt werden, dass der Chor seine vorrangige Aufgabe über viele Jahrzehnte im kirchlich-liturgischen Bereich gesehen hat. Für den Zeitraum von 1879 bis 1945 konnten weitere Schriftstücke zur Entlohnung der Dirigenten gefunden werden. Anhand der Eintragungen in den Kirchenstiftungsbüchern ließ sich die Reihenfolge der Chorleiter nahezu lückenlos nachvollziehen.


1879 bis 27. März 1892

Lehrer Herschlein

Während seiner Amtszeit wurde im Jahr 1888 die heute noch vorhandene Kirchenorgel angeschafft.

1892 bis 1893

Lehrer Dolderer

Als Aushilfslehrer dirigierte er den Chor vier Monate lang und erhielt hierfür eine Vergütung von 10 Mark.

30. April 1893 bis 1899

Lehrer Drescher

Lehrer Drescher leitete den Chor und erhielt dafür eine jährliche Besoldung von 30 Mark.

1. Oktober 1899 bis 26. Oktober 1908

Lehrer Vogel

Er übernahm die Leitung des Kirchenchors und erhielt ebenfalls 30 Mark Besoldung jährlich.

1909

Lehrer Wittmann

Für eine Übergangszeit von 329 Tagen erhielt er als Dirigent und Organist 63,20 Mark.

17. August 1909 bis April 1925

Lehrer Götz

Lehrer Götz war sowohl Dirigent als auch Organist. Seine Vergütung betrug zunächst 40 Mark als Dirigent und 60 Mark als Organist. Aufgrund der Inflation nach dem Ersten Weltkrieg stiegen die Bezüge auf 200 Mark im Jahr 1920 und auf 400 Mark im Jahr 1921.

Im Jahr 1923 erhielt er eine Naturalvergütung, die vom Kirchenstiftungsrat beschlossen wurde.

Mai 1925 bis 7. August 1934

Lehrer Lustig

Lehrer Lustig leitete den Chor über nahezu ein Jahrzehnt.

1934 bis Juli 1937

Lehrer Huttelauch und Lehrer Freirag

Zunächst war Lehrer Huttelauch für kurze Zeit als Dirigent und Organist tätig. Anschließend übernahm Lehrer Freirag die Chorleitung.

1937 bis 1940

Lehrer Gentner

In den ersten Kriegsjahren versah Lehrer Gentner die Aufgaben des Dirigenten und Organisten.

Während der Kriegsjahre übernahm der Jagstberger Schreinermeister Anton Hammel den Organistendienst und leitete bis 1947 eine Mädchensinggruppe. Viele Sänger befanden sich im Krieg oder waren nach Kriegsende noch in Kriegsgefangenschaft.


1948 bis Weihnachten 1952

Lehrer Otto Maier

Nach der Übernahme des Schulunterrichts an der Volksschule Jagstberg formierte er 1948 den Chor neu und leitete ihn erfolgreich.

1953 bis 1955

Lehrer Rudolf Maier

Er übernahm die Chorleitung und war Lehrer an der St. Josefspflege in Mulfingen.

1955 bis Weihnachten 1960

Lehrer Gerhard Blaschke

Als Lehrer der Volksschule Jagstberg dirigierte er den Chor.

9. Januar 1961 bis 1. April 1965

Lehrer Johannes Reinsch

Dem klassisch ausgebildeten Musiker wurde die Chorleitung übertragen. Mit seiner Begeisterung für die Musik verstand er es, den Chor mitzureißen und weiterzuentwickeln.

1965 bis 1975

Nach seiner Pensionierung zog Johannes Reinsch nach Langenburg. In den folgenden Jahren war der Chor ohne festen Dirigenten.

Bei besonderen Anlässen unterstützten:

  • Hubert Dörr aus Mulfingen
  • Josef Metzger, aktiver Sänger im 1. Tenor

als Aushilfsdirigenten.

1975 bis 1994

Otto Burkert

Der Sänger im 2. Bass eignete sich in Eigenstudium die Notenschrift an und übernahm erfolgreich die musikalische Leitung des Chores.

1994

Hermann Burkert

Er übernahm die Dirigententätigkeit von seinem Vater Otto Burkert.


2004

Der Männergesangsverein Jagstberg feierte sein 125-jähriges Bestehen mit einem viertägigen Festakt von Donnerstag bis Sonntag.

Zu den Höhepunkten gehörte der Auftritt der aus Rundfunk und Fernsehen bekannten „HERRN STUMPFES ZIEH & ZUPF KAPELLE“.

2006 Generalversammlung

  • Alfred Ruck gibt nach über 30 Jahren sein Amt als 1. Vorsitzender ab und wird zum Ehrenvorstand ernannt.
  • Alfons Schlund beendet nach über 30 Jahren seine Tätigkeit als Schriftführer und Archivar und wird zum Ehrenschriftführer ernannt.
  • Nach dem Tod von Gerhard Löber am 28. Februar 2006 ist das Amt des 2. Vorsitzenden vorübergehend vakant.
  • Joachim Ruck wird zum 1. Vorsitzenden gewählt.
  • Anton Böhm wird zum 2. Vorsitzenden gewählt.
  • Hubert Kohlmann wird zum Schriftführer gewählt.

2014 Generalversammlung

  • Anton Böhm gibt sein Amt als 2. Vorsitzender ab.
  • Hermann Stang wird zum 2. Vorsitzenden gewählt.

2018 Generalversammlung

  • Hubert Kohlmann gibt nach zwölf Jahren das Amt des Schriftführers ab.
  • Zu seinem Nachfolger wird Karl Landwehr gewählt.
  • Auch das Amt des Jugendwarts wird nach zwölf Jahren neu besetzt.
  • Nach Karl-Heinz Bauer übernimmt Horst Ebert, der gleichzeitig als Notenwart tätig ist, diese Aufgabe.